Am Sonntag ging in der Südsteiermark mein letzter Wettkampf für die Saison über die Bühne. Bei wechselhaftem, aber trockenem Wetter waren über 100 Athleten für den Bewerb gemeldet. Bei dieser Veranstaltung gab es ein Novum: Man konnte sich beim ersten Bewerb für ein sogenanntes Champion Race, das 3 Stunden später startete, qualifizieren. Um 10:00 Uhr begann also das erste Rennen über die Distanzen 5 / 22,5 / 2,5 km Run-Bike-Run. Nach dem Startpfiff musste ich feststellen, dass man für Duathlon doch etwas anders trainieren muss. Die Athleten gingen von Anfang an ein sehr hohes Tempo. An ca. 16. Stelle wechselte ich aufs Rad. Die Strecke führte über 4 Runden mit je 5,6 km durch Deutschlandsberg. Bei jeder Runde musste eine „Rampe" bezwungen werden, noch dazu war der Kurs mit einigen 90° Kurven teilweise ziemlich verwinkelt. Am Rad verlor ich 3 Plätze und wechselte als 19. auf die abschließenden 2,5 km. Ich konnte den Platz halten und qualifizierte mich somit für das Champion Race. Nach dem ersten Rennen war ich schon ziemlich fertig, und fragte mich, wie es wohl um 13:00 Uhr beim 2. Rennen gehen würde. Große Frage: was macht man in der Pause zwischen zwei Bewerben? Sitzen, gehen, essen oder kurz mützen?? Keine Ahnung. Auf jeden Fall war ich mit meinen Fragen nicht alleine, da die anderen Athleten auch mehr oder weniger motiviert herumgingen oder -saßen. Auf jeden Fall benötigt man für 2 Rennen und bei so einem wechselhaften Wetter sehr viel Trainings- und Wettkampfbekleidung. Endlich ging es dann schön langsam wieder los. Rad kurz checken, und einlaufen um die Spannung (falls noch vorhanden) wieder aufbauen. Und wieder stand ich mit 40 Leuten an der Startlinie. Gleich vom Startpfiff ging es wieder mit hohem Tempo auf die ersten 2,5 Laufkilometer. Ich fragte mich kurz, ob das wohl die gleichen Athleten wie am Vormittag waren?? Wie konnten die nochmals so ein hohes Tempo anschlagen?? Nach dem harten Lauf wechselte ich schnell aufs Rad. Die Radstrecke führte über den gleichen Kurs wie beim ersten Rennen, nur diesmal über 3 Runden. Die „Rampe" hatte es wirklich in sich. In der 3. Runde machten sich in meiner Wadenmuskulatur erste kurze Krämpfe bemerkbar. Nach 16,5 Radkilometer ging es auf die abschließenden 2,5 Laufkilometer. Ich konnte meinen 13.Platz bis ins Ziel halten und hätte noch fast einen Athleten vor der Ziellinie überholt, aber er konnte noch ein Schäuflein zulegen und lief 3 sec. vor mir über die Ziellinie. Alles in allem war ich mit meiner Leistung zufrieden, da ich am Samstag meinen Start noch vom Wetter abhängig gemacht hatte. Der Modus mit 2 Rennen an einem Tag war einmal etwas Neues und ich finde, das sollte jeder einmal ausprobieren!!
Somit ist für mich die Saison 2008 auch schon wieder vorbei und ich werde
Nach meiner erfolgreichen Teilnahme beim Ironman 70.3 in Monaco stand ich vergangenen Samstag wieder an der Startlinie bei einem Bewerb, wenn auch kleineren Ausmaßes, und zwar beim Großpetersdorfer Gemeindelauf. Die Strecke führte über 6 Runden auf Schotter und Wiese und hatte in Summe 11,0 km und 60 Höhenmeter. Der kleine aber sehr nette und familiäre Lauf wird vom ansässigen Laufverein veranstaltet. An der Startlinie standen ca. 40 Läufer und ein paar Nordic Walker. Gleich vom Start weg legte ein Läufer ein sehr hohes Tempo vor. Ich konnte dieses Tempo am Anfang nicht mitgehen und versuchte zunächst, meinen eigenen Rhythmus zu finden. An zweiter Stelle liegend hatte ich den Führenden aber immer im Blick. Mitte der 2. Runde konnte ich auf ihn auflaufen. Ich wusste aber nicht, ob es seine Taktik war mich herankommen zu lassen oder ob er es zu schnell angegangen war. Ich überlegte aber nicht lange und verschärfte kurzerhand mein Tempo um zu sehen, ob er mir folgen würde. Anfang der 3. Runde hatte ich dann schon ca. 20-25sec. Vorsprung. Die restlichen 3 Runden konnte ich mein Tempo halten und mit über 1 min. Vorsprung als Erster die Ziellinie überqueren. Meine Endzeit für die 11 km war 40:39 min. Auch wenn es „nur" eine kleine Laufveranstaltung und die Konkurrenz überschaubar war, war es ein schönes Gefühl, als Sieger ins Ziel zu laufen.
Mein nächster und zugleich letzter Wettkampf für die heurige Saison ist der Duathlon in Deutschlandsberg am 21.09.2008.
Am Freitag, dem 5. September, bin ich mit meiner Frau Barbara von Schwechat aus nach Nizza abgehoben. Mit im Gepäck war wieder mal alles, was ein typischer Triathlet an einem Wochene nde eben so braucht: Rad, Neo, Schuhe in zumindest doppelter Ausführung, Kleidung für unterschiedlichste Wetterbedingungen, usw. Der Gru nd für unseren Kurztrip war meine Teilnahme am Ironman70.3 Monaco. Nach der Landung brachte uns ein netter französischer Taxler nach Beausoleil in unser Quartier und zeigte uns auch gleich einen Teil der anspruchsvollen, aber schönen Radstrecke. Im Quartier angekommen, machte ich mich gleich daran, mein Rad auszupacken und zusammenzubauen, um die erste Erkundungsrunde zu starten. Kurz gesagt: kurzes Flachstück gleich am Anfang und dann bergig, ziemlich bergig, mit engen Serpentinen. Am Samstag ging ich mit meinem Freund Geza und unseren besseren Hälften zum Schwimmtraining ans Meer. Geza und ich schwammen ungefähr 200 raus zu einer kleinen Holzplattform, wo wir eine kurze Orientierungspause einlegten. Als wir so auf der Plattform saßen, tauchte plötzlich der Worldchampion himself - Macca - auf und kam ebenfalls auf die Plattform. Wir wechselten ein paar Worte und ich muss sagen, dass er mir auf Anhieb sehr sympathisch war, keine Spur von Arroganz oder sonstigen Dingen, die ihm manche vorhalten. Er war auch mit einem Freund unterwegs. Als sie weiterschwammen, sprangen Geza und ich gleich hinterher und versuchten, das Tempo mitzugehen. Es blieb aber nur bei einem kurzen Versuch... Den Rest des Tages verbrachten wir mit kurzem Lauftraining und natürlich mit Sighstseeing. Es ist schon ein Wahnsinn, wieviel Geld da auf den Straßen rund ums Kasino herumkurvt. Nach dem Einchecken am Abend gab's noch ein gutes Essen und dann ging's ab ins Bett. Früh am Sonntag Morgen läutete der Wecker, ihr kennt ja alle die Prozedur vor einem Ironman-Bewerb. Bepackt mit Luftpumpe, Neo, und was sonst noch alles dazu gehört machten wir 4 uns um 05:30 auf den Weg in Richtung Startgelände. Dabei mußten wir mit einem öffentlichen Lift hinunter zum Strand fahren. Wie aus dem Nichts tauchte schon wieder Macca auf und wir gingen gemeinsam zum Startgelände. Ein Wahnsinn, oder? Das kann nur ein gutes Omen sein, dachte ich mir!
Jetzt aber mal zum Rennen: Pünktlich um 07:00 stürzten sich ca. 1100 AthletInnen ins Meer. Der Startbereich war ca. 300m breit, das Blöde war aber, dass es nach ca. 200m auf ca. 60m zusammen ging. Die Folge waren Überlebenskämpfe der schlimmsten Sorte. Völlig fertig kam ich nach ca. 34 Minuten in die T1. Ab aufs Rad. Der längste Anstieg kam schon nach 1km. Ich fühlte mich sehr gut und konnte Athlet um Athlet überholen. Gott sei Dank regnete es nicht, da die Abfahrten zum Teil sehr eng und kurvig waren. Ich brauchte für die 90km-Schleife mit 1550 Hm 02:44 Stunden. Inzwischen
Am vergangenen Sonntag war es für mich auch so weit: der erste WK in der Saison 2008. Ich startete beim VCM über die Halbmarathondistanz und war schon sehr gespannt, wie es laufen würde. Ich wollte eine Zeit so um 1:17 h anpeilen. Vor dem Start plauderte ich noch kurz mit Irondoc, der mir verriet, dass Werner Leitner und sein Kumpane eine hohe 1:16er Zeit anpeilen wollten. Am Start konnte ich mich sehr weit vorne platzieren. Startschuß. Die hungrige Meute lief los und ich konnte mich sehr gut positionieren, sodass ich vom anfänglichen Gerangel nicht viel mitbekam. Bei km 2 zogen auf einmal Leitner und sein Freund bei mir vorbei. Ich dachte: „An die mußt du dich anhalten, um deinem Plan mit einer 1:17 Zeit zu realisieren". Ich konnte aber das Tempo der beiden nicht mitgehen und blieb bei meiner Marschroute. Bei km 4 glaubte ich schon, ich wär's zu schnell angegangen. Mein Kopf sagte mir, dass 17 km in dem Tempo sehr schwer zu halten sein würden. Bei km 7 lief ich überraschend auf eine Gruppe mit ca. 6 Läufern auf, in der auch Leitner war. Ab km 10 fühlte ich mich etwas besser und konnte das Tempo der Gruppe sehr gut mitgehen. Bei km 15 zerfiel die Gruppe leider und ich mußte die Wienzeile Richtung Schönbrunn alleine gegen den leicht aufkommenden Wind laufen. Ab km 19 wurde es wirklich hart, aber ich wußte, dass sich eine neue Pb ausgehen konnte. Überglücklich lief ich in 1:16:55 über die Ziellinie (14.Gesamtrang).
Ich bin schon gespannt auf meine nächsten WK in Obergrafendorf und St. Pölten.