und zweitens als man denkt! Was habe ich nicht alles über den Ironman gehört: Es ist ein verdammt harter und ein noch längerer Tag! Einen Ironman kann man nicht planen! Es kann soviel passieren! Man hat nicht ein Tief, sondern zumindest ein paar! Wie auch immer, ich hatte einen guten Plan: Solide Schwimmen, solide Radfahren, den ersten Halbmarathon vernünftig laufen und dann beissen, kämpfen, leiden und den Zieleinlauf geniessen.
Sonntag, 7 Uhr dann der Start: Meine muskulären Probleme, die während der letzten beiden Wochen aufgetreten waren, hatte ich dank Grilli „Zauberhände“ Wallisch ganz gut im Griff und ambitioniert ging ich die ersten 500m an. Ein bisschen flotter Anschwimmen um der Meute zu entkommen (die ich dann spätesten eh nach T1 wiedersehen würde) war die Devise. Ging auch ganz gut, bis ich die ersten Schläge auf meine Wadeln bekam, denn plötzlich fing es an zu krampfen. Mit dem hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, denn sowas hatte ich noch nie. Hab dann ein bisschen Tempo rausgenommen und kassierte natürlich wieder Schläge von den nachfolgenden Teilnehmern, die dann auf mich aufgeschwommen sind und mich aus dem Weg geräumt haben. Das Gemetzel hatte nach 1:05:35 ein Ende gefunden, die angepeilte sub 1:00 Zeit war total unrealistisch.
Am Rad habe ich schnell einen guten Rhythmus gefunden und relativ flott gings über den Faaker See Richtung Rupertiberg und drüber. Bei der langen Abfahrt Richtung Klagenfurt überfiel mich eine leichte Übelkeit von der ich mich zu Beginn der zweiten Runde unkonventionell befreite. Danach gings wieder besser, die Nahrungsaufnahme habe ich eingeschränkt und das Gewitter bei der Abfahrt vom Rupertiberg war eigentlich auch überflüssig. Trotzdem schaffte ichs irgendwie in T2! Radzeit: 5:31:15
Zum Marathon kann ich gar nicht mehr viel sagen: Gehen, Laufen, Jammern und kübelweise Wasser über den Kopf schütten, mehr war da nicht. 4:30:27, macht gesamt 11:15:55.
Jetzt aber zum erfreulichen Teil: Es war ein unfassbares Erlebnis, dass ich nie missen möchte. Die Stimmung am Start und im Lendkanal, bei den Anstiegen in Faak und Rupertiberg und auf der Laufstrecke war unbeschreiblich, nicht zuletzt wegen der vielen Freunde und Bekannte, die mich unermüdlich angefeuert haben. Ohne euch hätte ich das nie beendet!!! Danke an dieser Stelle an Harald (für die Rundumbetreuung vor, während und nach dem Rennen), an Chris und Stefan (fürs frenetische Anfeuern am Rupertiberg) und an Christian B., Kerstin, Elke, Pongo, Babsi, Boris, Ursula, Conny, Boris, Martin, Traude, Doris, Dani, Yvi, Roman, Gabi, Julia, Marlies, Michi, Julia H., Heidi, Albert, Ale, Mama, Peter, Clausi, Christian und Barbara G.-B., Jeff, Sabine, Stefan Sch., Lisi, Babsi R. und Gü für die super Unterstützung während des ganzen Tages und generell dafür, daß ihr diesen Tag mit uns verbracht habt.
Zuletzt noch ein großes Danke an Gerald für die sportlich Vorbereitung auf diesen Tag! Trainieren mussten wir zwar selber, aber es war ein gutes Gefühl jemanden zu haben, der dieses Training optimal plant und steuert. In zwei Jahren werden wir wieder am Start stehen und dazwischen machen wir noch unseren persönlichen 10fach-Ironman.
…und ich freu mich schon drauf!!! Nicht nur weil ich glaube ganz gut (für meine Ansprüche eben) vorbereitet zu sein, sondern weil es mich auch schon ein bisschen stört, daß sich die sozialen Kontakte abseits der Triathlonwahnsinnigen auf ein Minimum beschränken. Habe ich mir zwar selbst ausgesucht, aber ich möchte nicht in die Verlegenheit kommen, daß sich alles nur mehr um Fettstoffwechsel, Intervalle oder noch schlimmer um CEP`s, Aerohelme und sonstigem Schnickschnack dreht. Noch bin ich nicht ganz in den Wahnsinn reingekippt, denn Schisocken und Tropfenhelm (solange ich ihn nicht richtig nutzen kann und das wird immer so sein – alleine beim Gedanken daran krieg ich schon ein steifes Gnack) werde ich mir hoffentlich immer ersparen. Die ersten Wettkämpfe sind erledigt und im Grunde ganz gut gelaufen. Halbmarathon in Wien, Neusiedlersee Radmarathon, olympische Distanz in Obergrafendorf und letztes Wochenende der Halbironman in St. Pölten. Es passt eigentlich in allen Bereichen: Schwimmen: Hab mich im Becken ziemlich gesteigert und deswegen in Obergrafendorf total die Krise bekommen. Die Zeit (22:20) war zwar halbwegs ok., aber das Gefühl erbärmlich. Ständig in Atemnot, sowas von null Gefühl und Orientierungslosigkeit – da konnte nur Gerald helfen. Eine Einheit mit Imitation der Wettkampfsituation (zu dritt nebeneinander in einer Bahn, bzw. ein paar Hunderter hinter Benji „für dich mach ich heute extra viel Beine“ Rauscher brachten die Unzulänglichkeiten gleich ans Tageslicht. Hab mir fast alle Tipps zu Herzen genommen (nur bei: „Du musst viel härter schwimmen!“ hör ich immer weg) und bin in St. Pölten gleich viel besser und lockerer über die 1,9 km gekommen. Das gewählte Tempo dürfte auch für die 3,8km passen. Rad: Die hohen Umfänge haben sich offensichtlich ausgezahlt: Beim Radmarathon war`s schon ganz gut, Obergrafendorf war einfach zu kurz und in St. Pölten wars echt super. Super Rhythmus sowohl in der Ebene als auch am Berg, nur bergab bin und bleib ich ein Schwammerl. Bin einfach zu feig und technisch zu schwach. Macht aber nix, sonst hätte ich ja Radrennfahrer werden können. Solange ich am Aufleger das Gleichgewicht halten kann, ist alles gut;-) Lauf: Ein Krücke ist inzwischen schon weg! Der Halbmarathon in Wien war aus dem Training raus echt zufriedenstellend: 1:39:irgendwas, nach einem Vorbereitungstag mit 4h Rad und 45min Laufen. Der 10er in Obergrafendorf war auch sehr gut und zum ersten Mal durfte ich erleben wie es ist, wenn man beim Laufen überholt und nicht umgekehrt. So richtig gut wars aber in St. Pölten, wo ich den HM (der vielleicht um einen halben km zu kurz war) nach dem Schwimm/Rad-Vorprogramm in 1:38:irgendwas absolvieren konnte. Jetzt kommen noch harte 10 Tage und dann wird das Training hoffentlich immer weniger?! Ich hoffe, daß ich den Wettkampf möglichst lange geniessen kann und der Mann mit dem Hammer möglichst spät kommt – und der kommt sicher!!!! Freu mich auch schon total drauf viele Freunde auf und entlang der Strecke zu treffen und finds wirklich genial wieviele von Euch nach Kärnten kommen um uns zu unterstützen. Danke!!!!!!
Morgen die letzte Radausfahrt(6h) und noch ein bisserl auslaufen und dann ist die Woche leider wieder vorbei. Irgendwie wars ein totales Kontrastprogramm zu Fuerte: Deutlich kühler (15-20 Grad), kaum Wind, total grün und cooles Laufambiente auf der Promenade oder am Strand (heute 8x1km Intervalle). Nur das Wichtigste war genauso wie auf Fuerte. Eine supernette Gruppe bestehend aus Claus, Evi, Pez und mir vom Tri2103 + den „Speedies“ (Speed4need ) Franz, Thomas, Alex, Bernhard und Martin. Das Zweitwichtigste hat natürlich auch gepasst: Schlafen, Essen und Training und das genau in dieser Reihenfolge !!!!!!!
Nachdem ich nach Absprache mit Trainer Gerald Dygryn im Sommer 2008 beschlossen habe es 2009 noch bleiben zu lassen ist es jetzt bald so weit: Noch 100x schlafen und dann „schau ma mal“! Momentan schaut`s glaub ich recht gut aus: Schwimmen: Da sollte gar nix passieren! Der letzte 2000m-Test in 30:48, das ist schneller als ich je war und immerhin war das erst Mitte März. Rad: Noch nicht sehr aussagekräftig, da ich das schwer messen kann! Ich habe auf Fuerteventura aber schon fleissig Kilometer gesammelt und bin guter Dinge, daß mich das weitergebracht hat. Lauf: meine absolute Krücke!!! Bin letzten Sonntag einen Halbmarathon gelaufen: Ziel war 4:50min/km und das Ganze sollte relativ locker sein. Bis km15 war das auch so, der Puls moderat auf 145, aber dann kam der muskuläre Einbruch. Die letzten 2km war es echt hart das Tempo zu halten. Da gibt’s noch Einiges zu tun! Morgen geht´s auf ein Tr2103/Speed4need-Trainingslager nach Riccione, wo wieder viel Grundlagentraining auf dem Programm steht, allerdings haben die 6h- Radeinheiten seit Fuerte auch schon ihren Schrecken verloren. Die langen Laufeinheiten werden das Kriterium sein. Trotzdem freu ich mich schon wieder drauf! Nette Leute, nettes Hotel, super Trainingsmöglichkeiten und weg vom Alltag!
Auf besonderen Wunsch meiner abtrünnigen ehemaligen Abteilungsleiterin Petra Griesenauer gebe ich doch noch meinen Senf zum St. Pölten-Wochenende dazu. Treue Leser unserer Homepage darf man nicht vergraulen!!
Kurzer Rennbericht: Die Nervosität hielt sich in Grenzen, denn immerhin beginnt jeder Triathlon mit meiner Lieblingsdisziplin! Bin gut weggekommen, bin in keine Prügelei geraten (bin ich eigentlich noch nie) und habe schnell das richtige Tempo gefunden. Betonung auf richtig, denn das schnellstmögliche war es leider nicht. Ich bin viel zu feig mal richtig hinzuhalten, aber ich gelobe Besserung. Nächste Woche am Stubenbergsee greife ich an, versprochen!!
Nach einem turbulenten Wechsel (Sturz beim Schieben des Rades aus der Wechselzone) startete schon der zweitliebste Abschnitt. Ziel war es zügig nach Aggsbach zu kommen, am Berg alles zu geben und dann in die Wechselzone zu rollen. Ist alles voll aufgegangen, einziges Manko: Mut kann man sich nicht kaufen, denn während ich schon in den Bremsen hänge, sind andere noch fest am Kurbeln.
Jetzt folgte die große Unbekannte: Würde ich das Laufen überhaupt schaffen? Wenn ja, mit welchen körperlichen Folgen? Die erste Runde war für meine Verhältnisse unfassbar gut, angetrieben von Stimmung am Streckenrand (an dieser Stelle nochmals DANKE an alle, die uns angefeuert haben) wollte ich's wissen. Noch schnell ein Gel eingeworfen und........finito!
Der Magen rebellierte plötzlich und aus war's mit der Herrlichkeit! 3km im Schneckentempo, dann ging es wieder halbwegs. Konnte mich dann noch 2km an Clausi anhängen und der letzte Kilometer war dann was zum Geniessen.
Fazit: Bin total zufrieden mit meinem Rennen und noch stolzer auf Pez, die es innerhalb eines Jahres von einer Nichtschwimmerin zur Halfironman-Finisherin gebracht hat.
Es war wieder ein toller „Vereinswettkampf", alle waren mit ihren Leistungen zufrieden, wobei ich noch Philipp und Christian gesondert hervorheben möchte. Unfassbare Performance!!!! Schade nur, dass Gernot seine gute Form nicht ausspielen konnteL. Also, fit werden und wieder voll angreifen!!!!! Freu mich schon darauf!
Und Petra G.: Wir sehen uns spätestens in Mondsee!