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Mai 30
2008

Freud und Leid am Ironman 70.3 Wochenende

geschrieben von Petra Österreicher in Wettkampf

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Das Wochenende fing schon gut an, denn ab Donnerstag kamen schleichend die Zahnschmerzen.   Aber was kann man schon an einem langen Wochenende tun, außer abends mal ein Parkemed einwerfen und hoffen, dass die Schmerzen nicht mehr wiederkommen.

Am Freitag trafen sich alle Ironman 70.3 Starter des Ciclopia Tri Teams mit Gerald, um die Schwimmstrecke zu testen und den Landweg dazwischen zu analysieren. War ein guter Schachzug, denn die Algen und Gräser am Arm und im Gesicht waren am Freitag noch grausig, aber am Samstag total egal.

Samstags ging es dann los. Meine erste Halbdistanz vor mir, fuhr ich mit Fladi und Philipp nach St. Pölten. Die Stimmung am Schwimmstart war echt lässig. Kurzer 'Abschiedskuss' von Fladi, und dann ertönte schon unser Start. Anfangs war das Getümmel noch recht heftig, nach der ersten Boje habe ich dann relativ schnell mein Tempo gefunden. Die Zeit verging sehr schnell, vielleicht war es auch durch den Landaustieg dazwischen kurzweiliger. Ehe ich mich versah war ich schon das erste Mal in der Wechselzone. Es ist lässig, wenn man dort schon die Anfeuerungen von den Freunden mitbekommt.

Und endlich durfte ich mit dem Rad auf die Schnellstrasse auffahren, worauf ich mich schon seit Wochen gefreut habe. Ich glaube ich war immer so um die 35km/h unterwegs, obwohl es leichten Gegenwind gab. Die erste Steigung dann nach Krustetten war auch kurzweilig, bis man dann in der Wachau die B33 für ca 30km runterkurbeln musste. Hier wurde es dann kurzzeitig fad, und mein Zahn meldete sich zum ersten Mal. In den einzelnen Ortschaften wurde man durch die Zuschauer wieder ein bisschen abgelenkt. Irgendwann fuhr ich über etwas drüber, und am Vorderrad klebte dann ein Papierstreifen. Er löste sich leider nicht mehr ab und ich musste mir die ganze Zeit diese nervende Geräusch anhören. Stehen bleiben wollte ich aber auch nicht unbedingt, denn ich war ständig damit beschäftigt mich für den kommenden Berg mit Kohlenhydraten zu versorgen. Kurz bevor es mit der Steigung nach Gansbach losging, kamen die Magenkrämpfe. Ich hab nicht verstanden wieso, dachte nur, dass es schon wieder vergehen würde. Nach der Abzweigung blieb ich schließlich dann doch  stehen, um das störende Papier zu entfernen. Der Aufstieg nach Gansbach war dann sehr abwechslungsreich, denn bald stand Stefan B. mit dem MTB da und fuhr brav mit Abstand ein Stück mit. Am Asphalt leuchtete manchmal 'FLADI & PEZ' auf, und angetrieben von alldem war schon Gansbach vor mir. Überraschenderweise standen nach der Labestation auch noch Werner, Heidi,Ruth und Nora, um uns anzufeuern. Dann ging es wieder bergab, aber das Beste war, dass wieder alle 100m nur 'FLADI & PEZI' stand, und das ca 20x. Es war echt lustig!!!!! Was für ein Heimvorteil! Von Gansbach hat es sich leider noch sehr gezogen bis man wieder in St. Pölten ankam und die Magenkrämpfe waren auch noch immer da.

Nun ging es also auf die Laufstrecke. Ich fing mal langsamer an, in dem Glauben, dass die Magenkrämpfe schnell weggehen würden und ich dann immer noch zulegen könnte. Aber weit gefehlt, die ganze erste Runde wurde es nicht besser, und ich konnte bei den Labestationen außer ein paar Schluck Wasser nichts zu mir nehmen. Am Ende der ersten Runde sah ich wieder viele Bekannte, die mich dann anfeuerten, und das motivierte mich auch wieder sehr. In der zweiten Runde gingen meine Magenschmerzen endlich weg, und ich konnte bei den Labestationen wieder auffüllen. Da nahm ich gleich alles zu mir was mir unterkam - Iso, Orangen, Cola.... Schneller zu laufen ging aber trotzdem nicht mehr, denn meine Beine wollten nicht mehr schneller. Naja, ich wusste schon dass ich die Sub 6 nicht mehr schaffen würde, aber meine erste Halbdistanz konnte ich locker fertiglaufen. Es war ein unbeschreibliches Gefühl in den Zielkanal einzubiegen und zu wissen, das Ziel, auf das man Monate hingearbeitet hat, erreicht zu haben. Letztendlich waren es 6:06h, die sich cool anfühlten.

Vielen, vielen Dank an alle Verwandten und Bekannten, die mich anfeuerten:

Meine Mama, Mama und Papa Fladi, Werner & Heidi & Nora, Stefan B., Sabine & Jeff, Andi, Ingrid, Astrid, Kathrin, Babsi St., Pongo & Elke, Gü, Philipp und Fladi (schon mit Medaille)

Mein Zahn meldete sich am Samstag in der Nacht wieder zurück, schließlich wurde ich ihn am Montag in der Früh los  :-(   Freud und Leid an einem langen Wochenende.

 

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